Im Sommersemester 2025 habe ich im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Bereich Service Design, unter der Betreuung von Prof. Daniela Hensel und Prof. Birgit Bauer, das Konzept Tripsit entwickelt. Über acht Monate hinweg habe ich mich intensiv mit der Berliner Partykultur auseinandergesetzt und untersucht, wie Menschen in diesem Umfeld mit psychoaktiven Substanzen umgehen und wie Design dazu beitragen kann, mehr Bewusstsein für Konsum zu schaffen. Dafür habe ich Interviews mit Türsteher:innen, Awareness-Mitgliedern, Sozialarbeiter:innen und Partygänger:innen geführt sowie eine Online-Umfrage mit über 140 Teilnehmenden ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass es in der Szene zwar Aufklärung gibt, diese aber selten dort ankommt, wo der Konsum tatsächlich stattfindet – im Club, auf dem Festival, im Moment des Rauschs. Auf Basis dieser Erkenntnisse ist Tripsit entstanden: ein gestalterisches Konzept, das Aufklärung auf Augenhöhe vermittelt. Mit Postern, Stickern, einer Website und einem Safer-Use-Kit schafft Tripsit sichtbare, humorvolle und niedrigschwellige Zugänge zu Safer-Use-Themen – aus der Szene heraus, für die Szene.